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Forenthema: Aufhebung Wohnungseigentum bei Zwangsversteigerung

» Forum: Lasten und Beschränkungen (Abteilung II)

Aufhebung Wohnungseigentum bei Zwangsversteigerung

Beitrag von:
sa177
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Foren-Azubi
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Beiträge: 1

geschrieben am 08.07.2014 um 17:22 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
folgender Sachverhalt bereitet mir gerade Kopfzerbrechen - ich versuche mal, ihn kurz wiederzugeben:

Es gibt eine WEG - bestehend aus zwei Einheiten (Doppelhaushälften) - die aufgehoben und das Grundstück anschließend real geteilt werden soll - soweit auch grds. möglich und wohl kein Problem. Anschließend sollen die Miteigentumsanteile derart getauscht werden, dass letztendlich die beiden Wohnungseigentümer Alleineigentümer ihrer Doppelhaushälfte werden.
Neben diversen Belastungen in Abteilung III (die Gläuber sind einverstanden und wirken bei allem mit) ist das eine Wohnungseigentum in der Zwangsversteigerung.
Was passiert nun mit meinem ZV-Verfahren, wenn ich das Wohnungseigentum aufhebe? Kann ich ein ZV-Verfahren hinsichtlich einer noch zu vermessenden Teilfläche aufheben/einschränken - hilft eine solche Gläubigererklärung? Oder muss der Versteigerungsantrag insgesamt zurückgenommen werden und bzgl. des neuen, geteilten Flurstücks neu gestellt werden? Dem nicht vom ZV-Verfahren betroffenen Wohnungseigentümer ist natürlich sehr viel daran gelegen, dass seine Doppelhaushälfte dort nicht mit "reinrutscht", der betreibende Gläubiger möchte allerdings auch nicht vollständig aufheben - der Gläubiger beabsichtigt schon, die Doppelhaushälfte zu versteigern, erwartet durch die Realteilung allerdings einen höheren Versteigerungserlös.

Ich bin etwas ratlos
und freue mich über eure Hilfe!

Vielen lieben Dank schon einmal, Sabrina

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Beitrag von:
DN
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Beiträge: 214

geschrieben am 10.07.2014 um 12:43 Uhr

Hallo Sabrina,

eine Aufhebung des Wohnungseigentums wäre dem betreibenden ZV-Gläubiger gegenüber unwirksam - im Ernstfall würde mit Zuschlagserteilung das Wohnungseigentum also wieder aufleben.

Darüberhinaus kann eine Zwangsversteigerung (und ebenso eine Zwangsverwaltung) nur hinsichtlich ganzer Grundstücke/Bruchteile/Sondereigentumsanteile, aber nicht hinsichtlich einzelner Flurstücke und schon gar nicht hinsichtlich noch nicht vermessener Teilflächen aufgehoben werden.

Der Versteigerungsantrag muss insgesamt zurückgenommen werden und bzgl. des neuen, geteilten Flurstücks neu gestellt werden. Das scheint mir die einzig mögliche Lösung zu sein, wobei aus Sicht des Gläubigers vor Rücknahme erst die Neuanordnung abgewartet werden sollte.

Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Kollegiale Grüße
DN

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