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Forenthema: Berufseinstiegsfrust

» Forum: Klatsch und Tratsch

Berufseinstiegsfrust

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Beitrag von:
Baccarat
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Beiträge: 16

geschrieben am 29.01.2007 um 12:51 Uhr

Hallo alle zusammen,

kann mir mal jemand sagen, warum ich so kurz nach der Ausbildung (Prüfung ist gerade mal ein gutes halbes Jahr her) dass Gefühl habe, so gut wie nichts zu können? Von Routine bin ich weit entfernt! Mir kommt es vor, als wäre alles vergessen, was man sich mühsam drei Jahre lang angearbeitet hat.
Kennt jemand dieses Gefühl? Kann mir jemand verlässlich sagen, dass sich das im Laufe der Zeit bessert?
Baccarat

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Beitrag von:
DN
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Beiträge: 219

geschrieben am 29.01.2007 um 22:39 Uhr

Hallo Kollege oder Kollegin (darf man jetzt nach der Ausbildung sagen),

zunächst mal Gratulation für die bestandene Prüfung und jetzt zu deinen Bauchschmerzen.

Mach dir nichts daraus, daß Du das Gefühl hast, Du hättest alles vergessen; ich glaube, daß geht jedem Kollegen so. Mir geht es heute teilweise auch noch so.

Ist klar, Du aus der Ausbildung raus und schon sollst Du alles wissen, jedoch vergessen Kollegen und Chef, daß dir die Praxis fehlt und die kommt; keine Sorge.

Für alle anderen Fragen gibt es schließlich das Forum und die Kollegen hier (nebenbei Kompliment an den Vorstand für das Forum).

Du lernst nie aus und wirst immer weiter lernen.

Also Kopf hoch und immer Augen und Ohren offen halten.

Toi Toi Toi

DN

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Beitrag von:
Ingo Urmetz
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Beiträge: 76

geschrieben am 01.02.2007 um 21:27 Uhr

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Ingo Urmetz am 01.02.2007 um 21:31 Uhr ]

Hallo Baccarat,

ich denke, dass dieses Gefühl alle Kolleginnen und Kollegen schon einmal durchgemacht haben. Es kann Dir auch nach etlichen Jahren im Notariat wieder hochkommen. Dazu lernen wirst Du bist zur Rente und bis dahin auch wieder einiges vergessen. Aber Berufserfahrung sammelst Du erst richtig nach der Ausbildung. Mit der Zeit wirst Du immer selbständiger und sicherer. Nur nicht die Geduld verlieren. Wenn Du Fortbildung betreibst, verstehst Du mit der Zeit auch besser die Hintergründe von dem, was Du machst.
Bei Rückfragen, egal welcher Art, kannst Du hier im Forum auch immer auf Deine Kolleginnen und Kollegen zählen. Wenn Dumal keine Antwort erhalten solltest, hast Du auch immer noch die Möglichkeit, Dich an den Vorstand des V.D.N. zu wenden. Also, Kopf hoch und durchhalten.

Viele Grüsse
Ingo

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Beitrag von:
Baccarat
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Beiträge: 16

geschrieben am 06.02.2007 um 09:18 Uhr

Danke für die netten Antworten!

Es tut ganz gut, zu hören, dass dieses Gefühl wohl ganz normal ist und ich nicht die Einzige bin, die sich am Anfang so dumm vorkommt. Ich hatte nur gehofft, wenn der Prüfungsstress vorbei ist, dann würde ich ganz entspannt alles das anwenden können, was ich so schön gelernt habe. Dass das ganze schöne Fachwissen erstmal wieder in den Tiefen des Hirns begraben ist, hatte ich nicht erwartet. Aber wahrscheinlich wird das Wissen erst mit der Zeit auf Knopfdruck abrufbar. Noch ist wohl vieles so neu für mich, dass ich es doch immer wieder nachschlagen muss, auch wenn ich es eigentlich erst vor kurzem gelernt habe. Wird schon werden. Ich bin doch jetzt etwas optimistischer.

Baccarat

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Beitrag von:
John/Jane Doe

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geschrieben am 10.02.2007 um 10:13 Uhr



Baccarat schrieb:

Hallo alle zusammen,

kann mir mal jemand sagen, warum ich so kurz nach der Ausbildung (Prüfung ist gerade mal ein gutes halbes Jahr her) dass Gefühl habe, so gut wie nichts zu können? Von Routine bin ich weit entfernt! Mir kommt es vor, als wäre alles vergessen, was man sich mühsam drei Jahre lang angearbeitet hat.
Kennt jemand dieses Gefühl? Kann mir jemand verlässlich sagen, dass sich das im Laufe der Zeit bessert?
Baccarat

Die Anfangszeit nach der Ausbildung ist nicht immer leicht. Sehr wichtiges Feedback sind allerdings eine fundierte betriebliche Ausbildung (idealer Weise mit zusätzlicher Lernmöglichkeit durch den Chef selber), sowie Kollegen, die Ihre Zeit in Deine Ausbildung investieren (also: Dir Sachen erklären).

Wobei man seine "Antennen" aber unabhängig davon vielleicht mal über den Tellerrand hinaus ausstrecken sollte, wenn einem der gelernte Beruf keinen Spaß macht.

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Beitrag von:
Baccarat
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Beiträge: 16

geschrieben am 12.02.2007 um 12:43 Uhr

Hallo Schreibsklave,

ja, du hast Recht, sich auch mal nach anderen Tätigkeitsfeldern umzuschauen, schadet sicher nie. Ich finde unseren Beruf allerdings gar nicht mal so schlecht und bin mit meiner derzeitigen Stelle (von dem derzeitgen Frust mal abgesehen) auch sehr zufrieden. Ich würde an sich lieber mit meinem derzeitigen Kenntnisstand mich weiterentwickeln und auf dem Wissen aufbauen, anstatt jetzt noch mal ganz umzusatteln. Deswegen würde mich eigentlich mal interessieren, wo und als was wir Notarfachangestellten außerhalb des Notariats noch arbeiten können. An sich ist ja sonst beim Bürovorsteher Ende.
Baccarat

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Beitrag von:
John/Jane Doe

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geschrieben am 13.02.2007 um 20:45 Uhr

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Schreibsklave am 13.02.2007 um 20:47 Uhr ]



Baccarat schrieb:

Hallo Schreibsklave,

ja, du hast Recht, sich auch mal nach anderen Tätigkeitsfeldern umzuschauen, schadet sicher nie. Ich finde unseren Beruf allerdings gar nicht mal so schlecht und bin mit meiner derzeitigen Stelle (von dem derzeitgen Frust mal abgesehen) auch sehr zufrieden. Ich würde an sich lieber mit meinem derzeitigen Kenntnisstand mich weiterentwickeln und auf dem Wissen aufbauen, anstatt jetzt noch mal ganz umzusatteln. Deswegen würde mich eigentlich mal interessieren, wo und als was wir Notarfachangestellten außerhalb des Notariats noch arbeiten können. An sich ist ja sonst beim Bürovorsteher Ende.
Baccarat

Hallo Baccarat,

nunja.... ohne "umsatteln" wird es wohl nicht funktionieren, wenn man beim Bürovorsteher-Posten kein endgültiges Ziel sieht. Ich will mal so ganz allgemein sagen: Jeder hat einen Marktwert. Ansonsten müsstest Du in Abendseminaren Jura studieren, um vielleicht mal selber Notar/in werden zu können (Dr. Titel brauchst Du nicht unbedingt). Ist aber an Dir, was Dir lieber ist: Time is running out...

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Beitrag von:
Baccarat
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Beiträge: 16

geschrieben am 14.02.2007 um 08:48 Uhr

Guten Morgen Schreibsklave,

so, so, "time is running out". Nur meine oder auch deine? Du hast ja recht. Ich bin jetzt 30 Jahre alt. Die Ausbildung zur Notarfachangestellten ist meine zweite Ausbildung. Und noch weiß ich nicht, ob ich in diesem Beruf alt werden will. Ich will mich auch nicht darauf verlassen, dass eines schönen Tages das perfekte Angebot einfach so an meine Tür klopft. Aber ich weiß auch nicht, was ich statt dessen gern machen würde. Mal kurz Jura studieren zu gehen, ist nicht mein Ziel. Ich möchte auf jeden Fall nicht stehen bleiben. Aber das werde ich wohl auch nicht. Heute z. B. ist ja mal wieder Fortbildung von der Kammer. Auch das bringt einen weiter.
Hätte ja sein können, das einer von euch super Vorschläge parat hat, was man mit unserem Job alles tolles machen kann. Aber ich weiß schon, solche Entscheidungen muss jeder selbst und allein treffen.
Baccarat

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Beitrag von:
John/Jane Doe

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geschrieben am 21.02.2007 um 22:20 Uhr

[ Beitrag wurde zuletzt editiert von Schreibsklave am 21.02.2007 um 22:29 Uhr ]



Baccarat schrieb:

Guten Morgen Schreibsklave,

so, so, "time is running out". Nur meine oder auch deine? Du hast ja recht. Ich bin jetzt 30 Jahre alt. Die Ausbildung zur Notarfachangestellten ist meine zweite Ausbildung. Und noch weiß ich nicht, ob ich in diesem Beruf alt werden will. Ich will mich auch nicht darauf verlassen, dass eines schönen Tages das perfekte Angebot einfach so an meine Tür klopft. Aber ich weiß auch nicht, was ich statt dessen gern machen würde. Mal kurz Jura studieren zu gehen, ist nicht mein Ziel. Ich möchte auf jeden Fall nicht stehen bleiben. Aber das werde ich wohl auch nicht. Heute z. B. ist ja mal wieder Fortbildung von der Kammer. Auch das bringt einen weiter.
Hätte ja sein können, das einer von euch super Vorschläge parat hat, was man mit unserem Job alles tolles machen kann. Aber ich weiß schon, solche Entscheidungen muss jeder selbst und allein treffen.
Baccarat

Schönen Guten Abend Baccarat,


Asche auf mein Haupt (zum Aschermittwoch ), daß ich Deinen Beitrag erst heute lese und was dazu schreibe.

So pauschal darfst Du das nicht sehen. Sicherlich gibt es unter uns Angestellten reichlich Feedback. Idealerweise sollte ein Aufstieg so verlaufen, daß man grundsätzlich nicht das Handtuch wirft und sich einsetzt. Oder auch tausendmal die Vorgesetzten löchern, wenn man gewisse Dinge wissen will. Allerdings ist eine Fortbildung auch nicht das Maß aller Dinge, wenn man das erworbene Wissen nicht in die Praxis umsetzen kann (hast also die Fortbildung geschafft - aber sonst nichts). Demnach steht einer Fortbildung mitunter ein Stellenwechsel eigentlich nahe (was auch voraussetzt, daß die zu vergebende Position im Wunschnotariat frei ist und Du idealer Weise die gleichen oder gar noch bessere Konditionen Deines Arbeitsvertrages aushandeln kannst. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle). Und da geht's dann quasi wieder von vorne los, daß man sich mit den Kollegen "beschnuppern" muß und sich an die bürointerne Arbeitsweise gewöhnen muß und vielleicht auch dem psychischen Streß einer Probezeit ausgesetzt ist. "Der Neue" oder "Die Neue" hat es manchmal nicht immer einfach - der alte eingesessene Haufen aber auch nicht immer.

Wenn Du das alles nicht willst, dann schau doch mal, mit welchen Unternehmen Dein Notariat zu tun hat (z.B.: Kreditinstitute, Immobilienunternehmen, Bauträger, Handelsgesellschaften, etc.). Heutzutage ist es doch eigentlich fast schon ein Kinderspiel, dank des Internet auf einschlägigen Stellenbörsen zu suchen. Und elektronische Lebensläufe oder Bewerbungen lassen sich dank unseres Computerzeitalters verhältnismäßig leicht erstellen und dauerhaft verwalten - mitunter auch mit Hilfe der Stellenbörsen.

Vielleicht findest Du ja einen anderweitigen Einstieg. Möglicher Weise als Seiteneinsteiger(in), wobei Du aber auch wiederum Deine Berufserfahrung als ein gewisses Kapital einsetzen kannst. Und: Du hast dann immer noch im Idealfall Connections zu ehemaligen Notarfachangestellten bzw. Vorgesetzten oder Kollegen aus Deinem vorherigen Beruf, an die Du Dich wenden kannst. Auch das kann Dir in einem Unternehmen außerhalb des Notariates Vorteile verschaffen.

In diesem Beruf bin ich auch erst durch meine zweite Ausbildung gelandet - hätte ich mir seit Anbeginn meiner ersten Lehre auch nicht träumen lassen, mal in einen juristischen Beruf zu wechseln. Aber so kam es: Die Zeit war da und ich habe eine zweite Ausbildung durchgezogen.

Wie gesagt: Ein Patentrezept gibt es nicht, aber vielleicht ein paar kleine Sternchen die man vom Himmel pflückt oder Steine, die man links liegen lässt. Entscheiden musst nur Du! Denn Du musst entscheiden, was Du Dir wert bist bzw. wie Du Dich entwickeln willst.

Hey... Kopf hoch!!!

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Beitrag von:
John/Jane Doe

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geschrieben am 03.04.2007 um 15:14 Uhr

Hallo Bacarat,
ich finde es gut, dass du offen über deine Sorgen sprichst. Mir ist es nach der Ausbildung auch nicht anders ergangen (22 Jahre her). Damals hat mir auch das Gespräch mit den Kollegen vom VDN sehr geholfen. Leider war das damals noch nicht auf diesem Weg möglich.
Aus der Arbeitspsychologie kann ich dir eine Erklärung anbieten: Der Lernende erwirbt zunächst nur Bausteine des Wissens, die für sich logisch und abgeschlossen wirken, in der Praxis kommt aber die Vielfalt an Kombinationen hinzu, was dazu führt, dass ein neuer Lernprozess eintritt, nämlich die Vernetzung des Wissens. Dieses Lernen findet aber leider meistens unter erschwerten Stresszuständen statt, so dass es eher zu Misserfolgsgefühlen kommt als zu Erfolgszuständen, die eigentlich angebracht wären. Man sagt übrigens, dass sich Routine nach ca. 10 Jahren einstellt - also den Kopf nicht hängen lassen.
Alles Liebe
Claudine

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