Skyline von Köln


v.d.n.
Vereinsgeschichte
Vorstand
Vereinsbeitrag
Vereinssatzung
Beitrittserklärung
CPNUE
 

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche

Ausbildungsbörse
 

Fortbildung
Seminare
Prüfungstrainings
 

Aus- und Weiterbildung
Ausbildung


Fragen zum Arbeitsrecht
KAB Köln

 

 

 

 

 




« zurück | zur Foren-Übersicht »

Forenthema: Kooptiertes Vorstandsmitglied

» Forum: Vereinsrecht

Kooptiertes Vorstandsmitglied

Beitrag von:
Tanzfeelein
... ist OFFLINE


Schreiberlevel:
Foren-Angestellter
Foren-Angestellter
Beiträge: 87

geschrieben am 03.07.2009 um 22:22 Uhr

Hallo Ihr lieben Kollegen und Kollegen,

ich habe gerade einen Verein auf dem Tisch, die haben eine seltsame Satzung. In der Satzung ist geregelt, dass wenn ein Vorstandsmitglied vorzeitig ausscheidet, die Mitgliederversammlung ein Vorstandsmitglied kooptieren kann.

1. Was heißt dass denn genau?
2. Muss auch ein kooptiertes Vorstandsmitglied angemeldet werden?

Liebe Grüße

Tanzfeelein

Antworten ohne ZitatAntworten ohne Zitat Antworten mit ZitatAntworten mit Zitat

  Themen-Abo Themen-Abo bestellen

Beitrag von:
Dirk Schäfer
... ist OFFLINE


Schreiberlevel:
Foren-Assistent
Foren-Assistent
Beiträge: 157

geschrieben am 14.07.2009 um 19:03 Uhr

Hallo Frau Kollegin,

pardon, dass ich mich erst jetzt melde, bin aber erst vor wenigen Stunden aus dem Urlaub zurück.

Kooptation bedeutet Selbstergänzung (des Vorstands). Fällt also ein Vorstandsmitglied unerwartet aus, kann der Restvorstand den freien Vorstandsposten neu besetzen, ohne dass die Mitgliederversammlung dies beschließen müsste, die sonst überlicherweise dafür zuständig wäre. Dann wäre also nur ein Beschluss des Vorstands erforderlich. Die Möglichkeit zur Kooptation muss aber in der Satzung ausdrücklich geregelt sein, da dies keine gesetzliche Möglichkeit der Ergänzung des Vorstands darstellt.

Das Ausscheiden des einen Vorstandsmitglieds und der Eintritt des neuen (kooptierten) Vorstandsmitglieds muss wie bei allen Vorstandsänderungen zur Eintragung in das Vereinsregister angemeldet werden. Dem Registergericht mit vorgelegt werden muss dann eben das Protokoll des Vorstandsbeschlusses.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellten, dass gemäß der Satzung die Mitgliederversammlung für die Kooptation zuständig ist, da die Mitgliederversammlung in aller Regel sowieso das für Vorstandswahlen zuständige Organ ist und es sich dann gar nicht um ein echtes Verfahren der Kooptation handelt, da hierfür sinnvollerweise der Vorstands selbst zuständig ist.

Schöne Grüße von Dirk Schäfer

Antworten ohne ZitatAntworten ohne Zitat Antworten mit ZitatAntworten mit Zitat

  Themen-Abo Themen-Abo bestellen

Beitrag von:
Tanzfeelein
... ist OFFLINE


Schreiberlevel:
Foren-Angestellter
Foren-Angestellter
Beiträge: 87

geschrieben am 17.07.2009 um 23:01 Uhr

Danke für die Antwort.

das was in der Satzung mit diesem kooptierten Mitglied steht, habe ich in meinem Beitrag extra wortwörtlich übernommen. So etwas habe ich in noch keiner Satzung gesehen. Es stand auch noch ein weiterer Satz drin, nämlich, dass das kooptierte Mitglied sich dazu verpflichtet sich zur nächsten Wahl für die frei gewordene Position zur Verfügung zu stellen.

Ich habe die Anmeldung auch so vorbereteit, dass ich dieses kooptierte Mitglied mitangemeldet habe. Das VR hat mir heute den Auszug geschickt, aber eingetragen haben sie den nicht. Ist dass denn jetzt falsch?
Hat denn ein hinzugewähltes Mitglied die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Vorstandsmitglied?

Liebe Grüße

Tanzfeelein

Antworten ohne ZitatAntworten ohne Zitat Antworten mit ZitatAntworten mit Zitat

  Themen-Abo Themen-Abo bestellen

Beitrag von:
Dirk Schäfer
... ist OFFLINE


Schreiberlevel:
Foren-Assistent
Foren-Assistent
Beiträge: 157

geschrieben am 20.07.2009 um 13:40 Uhr

Hallo Frau Kollegin,

eine Satzungsbestimmung, nach der die Mitgliederversammlung ein vorzeitig ausgeschiedenes Vorstandsmitglied "kooptieren" kann ist Mumpitz. Denn die Mitgliederversammlung ist (in der Regel) ja sowieso für die Bestellung des Vorstands zuständig. Somit handelt es sich also gar nicht um eine Kooptation, die ja eine Selbstergänzung (eben ausnahmsweise durch den Vorstand, und nicht durch die Mitgliederversammlung) darstellt.

Sollte dennoch der Vorstand die Selbstergänzung beschlossen haben, ist diese unwirksam, da in der Satzung nicht ausdrücklich erlaubt.

Die entsprechenden Satzungsbestimmungen erscheinen mir etwas merkwürdig. Auch die "Verpflichtung" eines "kooptierten" Vorstandsmitglieds, sich zur Wahl stellen zu müssen, erscheint zweifelhaft, da nach Ablauf der Amtszeit niemand zur Ausübung des Vorstandsamts gezwungen werden kann.

Mir fällt es jetzt schwer zu beurteilen, wer (Verein, Vorstand, Amtsgericht) jetzt was (Eintragung oder Nicht-Eintragung) falsch gemacht hat oder auch nicht falsch gemacht hat, da ich weder Satzung noch Protokoll vorliegen habe.

Schöne Grüße von Dirk Schäfer

Antworten ohne ZitatAntworten ohne Zitat Antworten mit ZitatAntworten mit Zitat

  Themen-Abo Themen-Abo bestellen

Nur für Mitglieder
User:

Passwort:

» neuer User
» Passwort weg?
» Forum
» Infopost

© 2013 by vdn-online.de | V.D.N. Vereinigung der Notariatsangestellten e.V. (Sitz in Köln | Vereinsregister Köln VR 4398)