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Forenthema: Vorsorgevollmacht

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Vorsorgevollmacht

Beitrag von:
Luca Sebastian
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Foren-Azubi
Foren-Azubi
Beiträge: 3

geschrieben am 16.12.2013 um 22:58 Uhr

Als gelernte Notargehilfin mit 40 Jahren Berufserfahrung dachte ich, ich sei schlau.
1997 hat mir meine Mutter bei meinem damaligen Arbeitgeber eine Generalvoll-
macht erteilt, die bis Dezember 2010 Bestand hatte.
Dann kam der Widerruf dieser Vollmacht, beurkundet von dem Amtsnachfolger meines Chefs, bei dem ich selbst noch 2 Monate gearbeitet hatte. Er wußte also, welchen Klienten er vor sich hatte und hat, ohne mit der Wimper zu zucken, den Widerruf beurkundet. Weiter hat er ein Testament beurkundet, in dem meine Mutter 2 gemeinnützige Vereine zum Erben eingesetzt hat.
3 Monate später hat meine Mutter bei einem anderen Notar den unmittelbaren Nachbarn eine "Vorsorgevollmacht" erteilt, und diese auch zum Erben eingesetzt.

Zwischenzeitlich steht durch Gutachten fest, daß meine Mutter zum Zeitpunkt des Widerrufs der Vollmacht schon nicht mehr geschäftsfähig war, denn sie hat Demenz, etwas, was man als Kind eigentlich schon früh erkennt, es aber nicht wahrhaben will.

Ich habe im Zusammenhang mit den "lieben Nachbarn" unglaubliches erlebt und ich habe 1 1/2 Jahre kämpfen müssen, damit meine Generalvollmacht wieder anerkannt wurde u.a. auch deshalb, weil ein deutscher Richter auf dem Standpunkt stand, eine Generalvollmacht, wie sie 1997 üblich war, würde heute zur Nichtigkeit führen, wenn der Vollmachtgeber geschäftsunfähig würde.

Ich kann allen Kolleginnen und Kollegen nur raten, wachsamer zu sein, wenn eine 80. jährige beim Notar erscheint, eine 13 Jahre bestehende Vollmacht widerrufen will und dann auch noch die Tochter enterbt. Mein ehemaliger Arbeitgeber hätte auf alle Fälle wachsamer sein müssen.
Aber was hat er zu befürchten. Er wäscht seine Hände in Unschuld und ich bleibe auf den Kosten sitzen. Zwischenzeitlich ist ein Schaden von
18.ooo,-- EURO entstanden.






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